18.08.2026 • Revier & Praxis

Bergtreffen der Besten

Der Blaser Cup machte Anfang August Station am Dornsberg und verwandelte einen der schönsten Schießstände Europas in einen Treffpunkt für ambitionierte Flintenschützen aus 15 Nationen.

Noch bevor die ersten Schüsse beim Blaser Cup am Dornsberg fielen, war schnell klar: Dieses Wochenende wird ein besonderes werden. Den Parcours hatten die amerikanischen Topschützen Karen und Gebben Miles wenige Tage vorher persönlich gestellt. Jede Wurftaube war von ihnen geschossen worden, um sicherzugehen, dass sie sich genauso wie geplant dem Schützen präsentieren.

173 Schützen aus 15 Nationen hatten für diese Herausforderung angemeldet. Mit dabei zahlreiche Blaser Schützen wie der ungarische Spitzenschütze András Szerdahelyi und der erfahrene Kombinationsschütze Flavio Formis aus Italien, der natürlich nur die Flinte im Gepäck hatte. Blaser Schütze Gaël Poinsot aus Frankreich, der dieses Jahr bereits erstklassige Ergebnisse mit einer FBX erreichte, meldete seinen Sohn gleich mit an. Und trotz der sommerlichen Temperaturen spürte man die Vorfreude auf einen anspruchsvollen Wettbewerb bereits am Freitagnachmittag.

Samstagmorgen stand dagegen Konzentration auf dem Programm. Auf den Ständen war sie beinahe greifbar. Fokussiert fuhren die Hände der Schützen mit den Wurftauben mit, um ihre Flugbahn zu bestimmen. Anschließend wurde – gemäß dem geflügelten Satz, dass es „keine leichte Wurftaube gibt“ – um jede einzelne gekämpft. Zwischen den Ständen war die Atmosphäre entspannter. Insbesondere in der Rotte des britischen Flintenfilmemachers Johnny Carter, der gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden der Dornsberg Schützen Lina Weigele unterwegs war, ging es mit britischem Humor munter zu.

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Neben dem Parcours gab es in der Blaser Village, im Innenhof der Landesjagdschule am Dornsberg, ein großes Angebot für Teilnehmer und Besucher. Besonders beliebt war der Blaser Servicestand. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Ausrüstung überprüfen zu lassen oder um mit den Flintenexperten zu fachsimpeln. Wer wollte konnte sich gleich für einen Maßschaft vermessen oder sich über das Blaser Flintenportfolio sowie ausgewählte Büchsen beraten lassen.

Wen es in den Finger kribbelte, weil er mit einer Blaser Flinte schießen wollte, hatte auch dazu die Gelegenheit. Beim Poolshoot oder bei der Blaser Challenge konnte die neue FBX nicht nur unter Wettkampfbedingungen getestet, sondern auch hochwertige Preise wie ein Blaser Fernglas gewonnen werden.

Als die Waffen nach einem intensiven ersten Wettkampftag verstaut waren, verlagerte sich das Geschehen an die Tische in den Innenhof, wo ein Barbecue-Buffet die hungrigen Schützen erwartete. Wurde tagsüber noch um Treffer gerungen, rückte der kollegiale Austausch über die schwierigsten Wurftauben des Tages im Mittelpunkt. Deutsche, französische, englische, ungarische oder italienische Gesprächsfetzen mischten sich zu einem vielsprachigen Hintergrundrauschen. Zwischen Fachgesprächen, neuen Bekanntschaften und viel Gelächter entstand genau die große Gemeinschaft, für die der Blaser Cup so bekannt ist.

Am zweiten Tag wurde es auf dem Parcours noch einmal ernst und mindestens genauso konzentriert geschossen wie am Vortag. Am Ende setzte sich András Szerdahelyi gegen ein stark besetztes Teilnehmerfeld durch. Hinter dem Ungarn komplettierten Gaël Poinsot und Dornsberg-Chef Markus Leibinger das Podium.

Das gesamte Blaser Shooting Team setzte starke Akzente. Xavier Russell und Hugo Genahl teilten sich Rang vier, wobei Genahl zusätzlich die Juniorenwertung gewann. Poinsot junior wurde Zweiter bei den Junioren, Mikkel Løcke Dritter. Jeppe Olsen erreichte Platz sechs in der Gesamtwertung. Dahinter folgten Johannes Unverdorben auf Rang acht, Ko Van Gent auf Platz neun und Matteo Mercuri auf Platz zehn, den er sich mit Flavio Formis teilte. Formis schloss außerdem als bester Senior ab. 

Als die ersten Transportkoffer Sonntagnachmittag wieder in den Fahrzeugen verschwanden und sich der Dornsberg langsam leerte, endete ein Wochenende, über das auf vielen Heimfahrten noch lange gesprochen werden dürfte.

Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Helfer und Partner, die den Blaser Cup 2026 am Dornsberg zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.

 

Text: Maxi Höß; Fotos: Stephanie Göhrig

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