Sacrifice oder warum Jagd für den Artenerhalt wichtig sein kann
Was würde ohne Jagd passieren? Die beiden Jäger Nero und Vaidas von den BlackFlyEyes gehen der Frage auf der Blaser Sney Rivier Lodge nach.
Dort, wo Wildbestände professionell gemanagt werden, kann die Jagd einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten. Durch die nachhaltige Entnahme einzelner Tiere werden Populationen gesund gehalten, Biotope gemanagt und finanzielle Mittel für den Schutz von Wildtieren und deren Lebensräumen geschaffen. Genau diesen Zusammenhang greift „Sacrifice“, der Film von den BlackFlyEyes auf.
Dabei ist der Beitrag von Nero und Vaidas weit mehr als ein Jagdfilm. Die Filmemacher aus Norwegen nutzen die Jagd als Ausgangspunkt, um eine tiefere Frage zu stellen: Welchen Wert hat ein einzelnes Tier für den Erhalt einer ganzen Population? Im Zentrum steht die Idee, dass ein erlegtes Tier wie ein Opfer („sacrifice“) ist, welches dem langfristigen Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen dient. Dadurch spielt die Jagd eine Rolle beim Artenschutz insgesamt.
Der Film beeindruckt nicht nur durch atemberaubende Bilder der namibischen Wildnis, sondern auch durch seine ruhige, nachdenkliche Erzählweise. Statt Trophäen und Jagderfolg in den Vordergrund zu stellen, beleuchtet er die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur und zeigt, wie eng Jagd, Wildtiermanagement und Naturschutz miteinander verbunden sind.
Curt Anton jagt seit über 20 Jahren Rehböcke, doch nichts konnte ihn auf diesen Moment vorbereiten.