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06.11.2026 • Revier & Praxis

Starke Stoppwirkung

Ein kurzer Moment, Wild in Bewegung: Der Moment für die CDS.

Noch ist es ruhig im Wald. Stimmen klingen gedämpft durch den Bestand, irgendwo fällt doch eine Autotür ins Schloss. Dann kehrt Ruhe ein. Die Schützen haben ihre Stände bezogen. Wenig später beginnt das erste Treiben. In der Ferne sind Hunde zu hören, in der Nähe raschelt das Laub. Plötzlich ist Bewegung zwischen den Bäumen. Jetzt bleiben manchmal nur Sekunden.

Es sind solche Situationen, für die die Blaser CDS entwickelt wurde. CDS steht für Copper Deformation Shock. Dahinter steckt ein bleifreies Deformationsgeschoss, dessen Stärken dort liegen, wo auf kurze Entfernung eine schnelle und zuverlässige Wirkung gefragt ist: bei der Wald- und Drückjagd, aber auch bei beispielsweise bei der Nachsuche. „Mit der CDX haben wir ein klassisches Allroundgeschoss für praktisch jede jagdliche Situation. Bei der CDS haben wir den Fokus bewusst auf die Stoppwirkung auf kürzere Distanz gelegt“, erklärt Hansjörg Streitel, Brand Manager bei Blaser.

Vorteil: Spezialisierung 
Auf den ersten Blick fällt die ungewöhnlich rundliche Form des CDS-Geschosses auf. Es besitzt konstruktionsbedingt einen vergleichsweisen hohen Luftwiderstand. Das Geschoss verliert im Flug schneller Geschwindigkeit und Energie als ein strömungsgünstigeres Projektil. Es unterscheidet sich damit deutlich von dem aerodynamisch optimierten Geschoss für weite Distanzen der CDX. Und genau das ist beabsichtigt: Sie soll ihre Leistungsfähigkeit dort ausspielen, wo die Schussdistanzen kurz sind. „Nämlich im Bereich bis 200 Meter“, sagt Hansjörg Streitel.

Ein Blick auf die ballistischen Daten verdeutlicht die unterschiedliche Charakteristik. Die CDS in 8,5x55 verlässt einen 600 Millimeter langen Messlauf mit 900 m/s. Auf 200 Meter beträgt die Geschwindigkeit 621 m/s. Bei der CDX sind es dagegen noch 777 m/s auf 200 m.

Schnell ansprechen, tief wirken
Entscheidend ist, was beim Auftreffen geschieht. Die große Triple-Hydro-Jet-Kunststoffspitze und die breite Kaverne mit innenliegenden Einkerbungen leiten eine sehr schnelle und ausgeprägte Deformation ein. Das Geschoss pilzt rasch auf und gibt dadurch Energie schnell an den Wildkörper ab. Dieser ausgeprägte Shock-Effekt ist zugleich Namensgeber der CDS. Der nahezu vollständige Erhalt des Geschossgewichts soll gleichzeitig eine tiefe Penetration und einen zuverlässigen Ausschuss ermöglichen.

Gerade bei der Bewegungsjagd ist diese Spezialisierung von Bedeutung. Hier unterscheiden sich die Bedingungen deutlich vom ruhigen Schuss beim Ansitz. Kurze Schussfenster, Dickungen oder Naturverjüngungen liegen oft direkt neben offenen Bereichen. Dass die Form der CDS konstruktiv robuster gegenüber kleineren Einflüssen in der Flugbahn ausgelegt ist, ändert dabei nichts an einer elementaren jagdlichen Regel. Hansjörg Streitel: „Ein freies Schussfeld auf das Wild bleibt immer Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Schuss.“

Bewährte Technik
Ganz von vorn mussten die Blaser Entwickler bei der CDS nicht beginnen. Vieles von dem, was in ihr steckt, basiert auf Erkenntnissen aus der Entwicklung der CDX. Dazu gehört die spezielle Kupferlegierung, die ebenfalls bei der CDS zum Einsatz kommt. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Führbandtechnologie. Nicht der gesamte Geschosskörper liegt im Lauf an. Stattdessen erreichen im Wesentlichen die umlaufenden Führbänder den Kaliberdurchmesser. Die verringerte Kontaktfläche reduziert die Reibung im Lauf und ermöglicht u.a. höhere Geschwindigkeiten. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die nochmal verbesserte Beschichtung der beiden Munitionslinien. Sie reduziert die Reibung weiter und sorgt damit für eine bessere Laufschonung und geringere Laufrückstände.

Zurück in den Wald. Zu den wenigen Sekunden, in denen aus Warten plötzlich höchste Konzentration wird. Wenn das Wild erscheint, zählt vor allem eines: Vertrauen in die eigene Ausrüstung. Die CDS wurde genau für diese Momente entwickelt.

Zum Start ist die CDS in.308 Win., .30-06 Springfield, .300 Win. Mag. und 8,5x55 Blaser verfügbar. 

 

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