08.05.2026 • Revier & Praxis

Familien-Bande

Der französische FBX Schütze Nicolas Le Jeune hat ein Ziel fest vor Augen: die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. 
 
Als Nicolas Le Jeune 2012 mit dem Schießen begann, folgte er nicht nur seiner älteren Schwester in diesen Sport, sondern führte auch eine Familientradition fort, die sein Vater begründet hatte. „Ich bin schon mit zum Schießstand gegangen, bevor ich selbst anfing zu schießen“, erinnert sich Nicolas, „das war eben unsere typische Familienunternehmung.“ Er begann mit den Disziplinen Sporting und Compak, entdeckte aber sehr schnell seine Leidenschaft für das olympische Skeetschießen. „Nach und nach wurde der Gedanke, bei den Olympischen Spielen eine Medaille zu gewinnen, zur treibenden Kraft und mein oberstes Ziel“, lächelt Nicolas. Sein Blick ist fest auf Los Angeles gerichtet.
 
Für das Olympia-Ticket wurde er Teil des Athleten-Teams der SNCF, der französischen Staatsbahn. Rund 30 Athleten aus verschiedenen Sportarten werden im Rahmen dieses Programms gefördert. Es verbindet eine Anstellung bei der SNCF mit erweiterten Trainingsmöglichkeiten und der Freistellung für Wettkämpfe. Wenn er nicht trainiert oder an Wettkämpfen teilnimmt, ist Nicolas Le Jeune an Bahnhöfen oder auf Baustellen der SNCF anzutreffen, wo er im Sicherheitsdienst der SNCF arbeitet.
 
Für Nicolas liegt die Faszination des Schießsports vor allem in der Struktur und dem Rhythmus, die er in sein Leben bringt. „Es geht darum, alle Chancen positiv zu beeinflussen und alles zu unternehmen, um erfolgreich zu sein.“ Neben seiner starken persönlichen Entschlossenheit arbeitet er eng mit mehreren Trainern zusammen: einem Mentaltrainer, der ihn bei der psychologischen Vorbereitung auf Wettkämpfe unterstützt, einem Konditionstrainer des französischen Schießverbands, dem Trainer der französischen Olympia-Skeet-Nationalmannschaft, mit dem er während mehrerer Trainingslager und internationaler Wettkämpfe zusammenarbeitet, sowie seinem persönlichen Trainer Anthony Terras. Terras bringt zudem olympische Erfahrung mit, da er von den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine Medaille mit nach Hause brachte.
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Während der Wettkämpfe unterhält sich Nicolas gerne mit Schützen, die er bereits kennt, über alltägliche Themen wie Fußball oder andere Sportarten. „Das hilft mir zu vergessen, dass ich mich eigentlich in einem hochkarätigen Wettkampf wie einer Weltmeisterschaft oder einer Europameisterschaft befinde“, sagt Nicolas, „denn seien wir ehrlich: Je mehr Stress man hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass man einen Fehler macht.“

Seit Anfang dieses Jahres schießt Nicolas mit einer Blaser FBX. „Sie unterscheidet sich bezüglich des Rückstoßes, aber auch im Hinblick auf das allgemeine Gefühl, komplett von allen Flinten, die ich bisher hatte “, erläutert er. Das neue Gefühl war großartig, denn schon beim allerersten Schuss mit der FBX erzielte Nicolas 75 von 75 Punkten. „Das war ein wirklich toll!“, freut sich Nicolas. Noch mehr Grund zur Freude hatte er, als er beim Internationalen Grand Prix von Griechenland mit einer ausgezeichneten Leistung den zweiten Platz belegte (siehe Bilder).

Aber es ist nicht nur die Flinte, von der er begeistert ist. „Der Vertrag mit Blaser hat mir nicht nur eine hervorragende Ausrüstung beschert, sondern auch ein neues und spannendes Projekt eröffnet: gemeinsam die Marke in den olympischen Disziplinen aufzubauen und an der Spitze der olympischen Schießszene zu stehen!“ Es besteht kein Zweifel, dass Nicolas dieses Projekt so weit wie möglich vorantreiben wird.

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Los Angeles lässt wenig Raum für andere Aktivitäten wie die Jagd. Doch obwohl er jährlich rund 50.000 Mal den Abzug drückt, begleitet Nicolas seinen Vater und seine Schwester immer noch gelegentlich für eine Familienjagd: „Die Gelegenheit, das zu schießen, was man später isst, ist zu gut, um sie sich entgehen zu lassen.“ 

 

Text: Alexandra Berton; Fotos: Nicolas Le Jeune, Alexandra Berton

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