14.04.2026 • Revier & Praxis

Sicherer Saisonstart

Schritt 1
Entfernen Sie die Optik von der Jagdwaffe, falls diese über den Winter montiert war. Entnehmen Sie das Magazin. Ist es frei von Verunreinigungen?

Schritt 2
Um den Korrosionsschutz zu erneuern oder zu erhöhen, sollten alle metallischen Teile mit einer dünnen Schicht Waffenöl behandelt werden. Bauen Sie dazu zunächst den Lauf aus – das erleichtert die Handhabung und stellt sicher, dass die Laufbettung nicht ölig wird. Diese muss unbedingt ölfrei bleiben, da sonst die Präzision beeinträchtigt werden kann. Wir verwenden Waffenöl mit Pumpsprüher und tragen es auf ein Microfasertuch auf. Alternativ können Sie auch ein bis zwei Tropfen Öl aus einer Flasche auf ein Microfasertuch träufeln.

Beim Lauf beginne ich immer mit einer optischen Kontrolle: Sind Fremdkörper vorhanden? Wie ist der allgemeine Zustand des Laufinneren? Ist alles in Ordnung, ziehen Sie den Lauf trocken durch, beispielsweise mit einer Bore Snake. Ölen sie außerdem die Verschlussschienen mit ein oder zwei Tropfen, damit der Verschluss sauber und leichtgängig läuft.

Schritt 3
Pflegen Sie den Holzschaft mit einem entsprechenden Öl – je nach Beanspruch gern auch während des Jagdjahres. Das frischt zugleich den Abperl-Effekt auf. Sparen Sie dabei die Schaftspange aus, um das Risiko von Verfärbungen zu minimieren. Lassen Sie das Öl etwa fünf Minuten einwirken und wischen Sie den Schaft anschließend mit einem Microfasertuch ab, um überschüssiges Öl entfernen. Seien Sie sparsam mit dem Öl: Besser ist es, den Vorgang des Einölens mehrmals zu wiederholen, als in einem Durchgang zu viel aufzutragen.

Schritt 4
Optional können Sie auch in das Mündungsgewinde leicht ölen oder fetten.  

Schritt 5
Bauen Sie den Lauf wieder ein und überprüfen Sie, ob er (oder der Integralschalldämpfer bei den Silence-Modellen) frei im Vorderschaft liegt. Sollte der Lauf (oder der Integralschalldämpfer) so nah am Vorderschaft anliegen, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt, wenden Sie sich bitte Ihren Büchsenmacher, andernfalls kann es zu reffpunktabweichungen kommen.

Schritt 6
Bringen Sie die Zieloptik wieder am Lauf an und prüfen Sie, ob sich beide Hebel der Sattelmontage gleich schwer anziehen lassen. Als Faustregel gilt: Der Hebelwiderstand sollte ungefähr dem Widerstand des Spannschiebers entsprechen.

Schritt 8
Überprüfen Sie nun die Funktionsweise von Optik und ungeladener Waffe. Funktioniert der Leuchtpunkt oder muss die Batterie gewechselt werden? Lässt sich die Waffe einwandfrei spannen und abschlagen?

Schritt 9
Wenn alle Überprüfungen zu Ihrer Zufriedenheit ausfallen, kontrollieren Sie auf dem Schiessstand die Treffpunktlage Ihrer Waffe (idealerweise mit fünf Schuss).

Wir wünschen Ihnen allzeit guten Anblick und Weidmannsheil!

 

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