Verantwortung mit Wirkung
Sieben Fragen an CEO Dr. Jens Uwe Drowatzky zur Nachhaltigkeit der Blaser Group.
Was bedeutet Nachhaltigkeit für die Blaser Group?
Nachhaltigkeit ist für uns kein Schlagwort – sie gehört zum Alltag. Sie beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Im Unternehmen genauso wie draußen im Revier. Wer jagt, weiß: Jeder Eingriff in die Natur hat Folgen. Genau dieses Bewusstsein prägt auch unser Handeln als Unternehmen. Wir wollen wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig sorgsam mit der Natur umgehen.
Warum hat das Thema bei Ihnen so einen hohen Stellenwert?
Weil unser Geschäft eng mit der Natur verbunden ist. Jäger denken nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Dieses Denken bringen viele unserer Kunden und Mitarbeiter jeden Tag mit. Verantwortung für Natur und Wild ist für viele von ihnen nichts Abstraktes. Sie erleben diese Verantwortung konkret bei der Pflege von Lebensräumen und im verantwortungsvollen Umgang mit Wild. Oft im Kleinen, manchmal auch im Großen. Was dabei leider häufig zu kurz kommt ist, dieses Engagement auch für die Gesellschaft sichtbar zu machen.
Viele Unternehmen sprechen vor allem über CO₂. Wie ist das bei der Blaser Group?
Klimaschutz ist wichtig, aber er ist nur ein Teil des Ganzen. Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, Verantwortung als Arbeitgeber zu übernehmen, Anforderungen an unsere Lieferanten zu formulieren und Produkte auf eine lange Nutzungsdauer auszulegen. Es geht darum, wie wir Materialien einsetzen, wie wir Produkte entwickeln und wie wir Qualität verstehen. Beim Klimaschutz konzentrieren wir uns auf das, was wir selbst beeinflussen können. Wir messen unsere Emissionen, suchen gezielt nach Einsparpotenzialen und setzen konkrete Maßnahmen um.
Was war zuletzt die wichtigste Maßnahme?
Die vollständige Umstellung Anfang 2025 des eingekauften Stroms an unserem Standort Isny auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen war ein besonders wirkungsvoller Schritt. Die Umstellung spiegelt sich in unserer CO₂-Bilanz wider: Unsere erfassten Scope-1- und Scope-2-Emissionen sanken insgesamt von 3.530,78 Tonnen CO₂-Äquivalenten im 2024 auf 1.811,72 Tonnen im Jahr 2025. Das ist ein sehr konkretes Beispiel dafür, wie eine klare Entscheidung unmittelbar Wirkung entfalten kann.
Welche Ziele verfolgen Sie?
Wir möchten unsere Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 kontinuierlich reduzieren. Auf dem Weg dorthin konzentrieren wir uns auf Maßnahmen, die wir direkt bestimmen und deren Fortschritte wir nachvollziehen können. Die Fortschritte überprüfen wir anhand unserer regelmäßig aktualisierten CO₂-Bilanz. Dabei versteht sich unsere Task Force Nachhaltigkeit, unter Leitung unseres Chief Sustainability Officers Alexandra Berton, nicht nur als internes Steuerungsinstrument, sondern als aktiver Gestalter über Unternehmensgrenzen hinaus.
Warum verzichten Sie bewusst auf Klimazertifikate?
Unser Schwerpunkt liegt zunächst auf der Vermeidung und Reduktion von Emissionen in den Bereichen, die wir unmittelbar beeinflussen können. Deshalb investieren wir beispielsweise in Energieeffizienz und die Optimierung unserer Produktionsprozesse. Unabhängig davon engagieren wir uns für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Dazu gehört unser langfristig angelegtes Nashornschutzprogramm in Namibia. Dieses Engagement verstehen wir als Beitrag zum Artenschutz.
Wenn Sie Nachhaltigkeit in einem Satz erklären müssten?
Nachhaltigkeit bedeutet für die Blaser Group: Verantwortung übernehmen und ins Handeln kommen – für Mensch, Natur und für die Qualität unserer Produkte.
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